Erfolgreicher Gegenprotest gegen die Ibster-Kundgebung am 06.10.2017

Am gestrigen Freitag versuchten die Nazi-Ibster von Kontrakultur Halle parallel zur offiziellen feierlichen Immatrikulationsfeier ihre extrem rechte Propaganda unter die Studierenden bringen. Von den 28 Personen kamen genau -7- aus Halle, immatrikuliert an der MLU sind immerhin -3- von ihnen. Von „ihrem Campus“, den sie im Übrigen auf Weisung des Kanzlers nicht betreten durften, kann also nicht im entferntesten die Rede sein. Unterstützung erhielt Kontrakultur aus Leipzig, Dresden, Berlin, Niedersachsen und Schleswig-Holstein (eine Personenauflistung wird folgen). Es wurden also bundesweit Leute rangekarrt, um einen Infostand mit 28 Personen durchzuführen… Des weiteren war mit Philipp Stein ein Mitarbeiter von einProzent anwesend. Aber wir wissen ja – die haben nichts mit Kontrakultur zu tun! Dass sich Mario dann noch eine Viertelstunde abseits der Kundgebung mit dem Staatsschutz untehalten hat, tja.


Wir waren mit lautstarkem und deutlich sichtbaren Gegenprotest vor Ort und können bilanzieren: 1 verteilter Beutel, 0 mitgenommene Flyer, 0 Besuche am „Infotisch“, 1 Anzeige wegen Diebstahl gg. 1 Ibster. Wir danken allen, die mit uns spontan gezeigt haben, dass wir keinen Bock auf Nazis auf dem Campus und überall haben.

Die Erklärung von Halle gegen Rechts:
„Der lokale Ableger der rechtsextremen „Identitären Bewegung“ wollte heute, parallel zur feierlichen Immatrikulationsfeier der Uni Halle, Erstsemestern seine Propaganda in die Hand drücken. Auf den Campus durften sie jedoch nicht und so standen sie am Hinterausgang des Universitätsplatzes, noch aufgestockt mit „Identitären“ aus anderen Städten. Wir hatten direkt gegenüber eine Kundgebung angemeldet, Informationsflyer [1] verteilt und sehr viel Spaß! Denn selten ist eine Aktion von Rechten so dermaßen unterhaltsam gescheitert. Von den Studierenden ausgelacht, versuchten die Rechten unter Gejohle Beutel zu verteilen. Dumm gelaufen: die Beutel wurden, bis auf einen, alle bei uns in einem Müllsack unter Applaus von den Studis entsorgt. Dass die „Identitären“ es tatsächlich nötig hatten diesen Müllsack dann zu klauen, bringt ihnen neben der Albernheit vor allem eine Strafanzeige wegen Diebstahls ein. Nachdem es mit den Beuteln also nicht geklappt hatte, versuchten sie sich im Verteilen von Flyern: Was ebenfalls daran scheiterte, dass niemand an ihren Stand und nur wenige an ihnen vorbei wollten. So mussten sie letztendlich erfolglos einpacken. Wir sagen ganz vielen Dank an alle, die heute ab neun Uhr mit uns auf der Straße und am Campus waren, reichlich Flyer und Infomaterial verteilt haben und die Aktion der Rechten versanden liessen. Und an die Studis: einen guten Start in das Semester! Die „Identitären“ werden sich nun mühsam eine Geschichte ausdenken, wie sie ihr Scheitern doch noch in Szene setzen könne, aber die Erstsemester und alle anderen vor Ort haben ja gesehen, wie es tatsächlich gelaufen ist. Und wir bleiben dabei: Rechtsextremen nicht den Campus überlassen!“ (Originalpost Halle gegen Rechts)

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